Wohnwagen - Reifenplatzer auf der Autobahn

  • In der ersten Juniwoche zu Beginn unseres Sommertrips auf die Île de Noirmoutier irgendwo im Nichts zwischen Rouen und Le Mans auf der Autoroute war es so weit:
    ein verhaltener Knall von hinten ließ unsere Unterhaltung verstummen. Erster Gedanke: da ist was nicht normal... null Verkehr, keine andere Kiste in sicht- und greifbarer Nähe. Da is wat faul... :down:
    Wenig befahrene Autobahn und eine "refuge" (Nothaltebucht am Standstreifen, der als solcher in F nicht immer wirklich taugt - so auch hier) in der Nähe. :daumen:
    (so alle 2 km ist so ein Teil wie wir im Nachhinein festgestellt haben)
    Also Warnwesten hergekramt, raus aus der Karre und um Zugwagen und Wohni geschlichen - nix :nixweiss:


    Allerdings waren dann doch gerade zwei Tonner an uns vorbei gerauscht.
    Auf dem Rückweg zur Fahrerkabine dann hörte ich es zischen - Reifen an der linken Seite der Wohndose :wut:
    Kurze Beratung - da wir an einer Steigung standen habe ich das Gespann etwas zurück rollen lassen und eingeknickt.
    Mittlerweile war der Luftverlust auch deutlich zu sehen.


    Nach der üblichen Prozedur - Reserverad und Keile aus dem Gaskasten, Wagenheber und Radkreuz aus der Notfallkiste im Frachtraum des Bulli - ging es ans Werk.
    Ergebnis: der Maxmiler von GT-Radial aus 2007 hatte trotz weniger "Meilen" sein Lebensalter erreicht, bzw. überschritten. Im August hätten wir ihn eh wegen der 100 km/h und 6 Jahren Alter ausgemustert :roll:




    Verwunderlich dabei - der linke Reifen wird eigentlich deutlich weniger durch Kontakte mit Bordkanten und Schlaglöchern gepeinigt. UV-Einstrahlung? Auf der Innenseite? :???:


    Nun ist er Geschichte. Der Wechsel gestaltete sich recht geschmeidig aufgrund der sofort zur Verfügung stehenden Nothaltebucht, des geringen Verkehrsaufkommens und des guten Wetters :daumen:
    Zudem war der Druck nicht sofort nach dem Knall weg und die Lauffläche hat auch nicht den Radkasten geshreddert. Glück im Unglück.


    Da der Reservereifen zweifelhafter fernöstlicher Herkunft zu wenig Druck hatte :oops: , und wir das auch erst nach 100 km an einer Tanke prüfen konnten, haben wir am Zielort La Guérinière beim freundlichen Citroën-Händler Garage Côte Ouest einen neuen Barum Vanis 2 auf die Felge ziehen lassen, der mit uns dann nach Hause gerollt ist.
    Der zunächst gelieferte Conti war "mauvais", wie man uns mitteilte und ein Michelin nicht so zeitnah lieferbar. Nun ist es ein Barümm :mrgreen: :mrgreen: (Continental aus tschechischer Produktion)

  • :oops: oh, mein Alptraum.
    Gott-sei-Dank ist nichts weiter passiert. War die Rückfahrt (losgerappelter Toilettentank) der Härtetest für den neuen Reifen ??

  • Nöö, die Straßen in Rouen-City sind teils wirklich nicht vorzeigbar und vermutlich die Ursache für das Lokus-Desaster.
    Die Reifen dürften dagegen auf den deutschen, belgischen und nicht bemauteten französischen Autobahnen deutlich übler malträtiert werden.


    Ich weiß jetzt übrigens den bisher in meiner Camperkarriere nie gebrauchten Reservereifen und ALKO-Wagenheber zu schätzen :daumen:
    Auf der Rückreise hat es von der Haute-Normandie (unser erster Übernachtungsplatz war ebenfalls der in Neufchatel-en-Bray) über die Picardie und Co. - Amiens oder Peronne wollten wir danach anfahren - so übel gewittert, dass an ein Aussteigen erst in Belgien zu denken war. Teils nur 60 km/h möglich wegen nix mehr gesehen shock: und Bugwelle wie beim Boot (Tauchfahrt des Grauens)


    Das wäre für einen Reifenwechsel der absolute Super-Gau gewesen :down:

  • Moin Peter, :wink:


    Glück im Unglück, kann man wohl sagen. Ist ja noch mal glimpflich abgegangen...


    *neugierigbin* Ursachenforschung? Wann warst Du zuletzt auf der Waage (also mit dem Wohnwagen :mrgreen: )?


    Wie lange hat denn die Nachbeschaffung des Reifens gedauert? Ich meine, das wäre dann die Zeit, die alle die als verlorene Zeit z.B. beim Campieren vor der Reifenbude einkalkulieren müssen, die mit einem Reifenreparaturset oder ganz ohne Alternative unterwegs sind...

    Gruß,
    Bernd
    -------------------------------------------------------------------------
    Erfahrung ist das Einzige was bleibt, wenn alles andere weg ist.
    -------------------------------------------------------------------------

  • So ein Pech :down:


    Was mir Sorgen macht: wir haben den gleichen Reifentyp aus 2006 drauf.


    Eigentlich wollte ich dieses Jahr nicht wechseln und nur mit Tempo 80 fahren ;-)


    Nächstes Jahr sollen es dann neue Markenreifen aus "kontrolliertem Anbau" werden, damit es wieder zügig vorangeht.


    Jetzt kommen mir aber doch (Sicherheits)Bedenken, da ich auch keinen Grund sehe, warum der Reifen schon hinüber war.


    Gruß Norbert

  • Moin Peter,


    wenn ich das Foto vom Reifen-Schaden so betrachte kommen mir mal wieder erhebliche Zweifel, ob da die mittlerweile oft in verschiedenen Varianten angepriesenen Pannensets (anstelle eines Reserverades) noch hilfreich gewesen wären... :pfeifen:


    Für mich gilt weiterhin:


    .......keinen Meter ohne Reserverad....

  • Wenn ich mir den Schaden so ansehe, bin ich froh mir sofort nach dem kauf des WoWa ein Reserverad zugelegt zu haben.

  • Moin Peter,


    wenn ich das Foto vom Reifen-Schaden so betrachte kommen mir mal wieder erhebliche Zweifel, ob da die mittlerweile oft in verschiedenen Varianten angepriesenen Pannensets (anstelle eines Reserverades) noch hilfreich gewesen wären... :pfeifen:

    Das wage ich auch zu bezweifeln. Das Pannenset, das diesen Schaden "beheben" kann, muss wohl erst noch erfunden werden.


    .......keinen Meter ohne Reserverad....

    Ist auf jeden Fall die bessere Lösung. Ich hatte mich ja auch erst verweigert, bin aber inzwischen ebenfalls nur noch mit Reserverad unterwegs.
    Über den Wagenheber reden wir jetzt mal nicht :pfeifen:

  • Den Alko Wagenheber hatte ich "eines Tages mal" bei Obelink im "Beifang". War gerade günstig :devil:


    Die Beschaffung des Reifens hat in der französischen Pampa von Mittwoch nachmittag bis Freitag morgen gedauert.
    Da zunächst ein Conti (der oder ein Michelin war zunächst im Angebot) geliefert wurde, der nach Auskunft des Monteurs halt "mauvais", also warum auch immer "schlecht" war, konnten wir den Barum dann Freitag mittag bestellt, am Samstag um 11:00 Uhr montiert und gewuchtet in Empfang nehmen.

  • Jepp, Heiko - der hat aufgepasst :daumen:


    Im Ernst: Ich hab einfach (noch) keinen.


    Vor der Ära Alko-Wagenheber hatte ich immer so'n Billigteil von Hydraulik-Stempelheber für'n Zehner im Gepäck.
    Bis der helfende französische gelbe Engel da gewesen wäre, hatten wir schon wieder die Kurve gekratzt.
    Die ganze Aktion hat eine halbe Stunde gedauert. Genau so lange wie hinterher eine Tanke mit Luftdruckprüfer und langem Schlauch zu finden und den Druck zu kontrollieren/korrigieren.
    Bei Aufräumen der Wühlkiste habe ich dann sogar noch ne Fußluftpumpe gefunden. Die hätte aber vermutlich die fehlenden 1,5 bar auf 4,25 bar nicht geschafft.
    Man sollte das alles mal vor Reiseantritt probieren......


    Ach so und zum Gewicht: vor der Abfahrt noch über die Reich-Waage gehoppelt :daumen:
    Alles im grünen Bereich; die linke Wohndosenseite ist auch nie kritisch mit Kleiderschränken, Wassertank und Lokus.
    Die rechte hat meist etwas mehr durch den Küchenblock und die vollgestopften Staukästen hinten. Bewegt sich aber alles im Bereich von 20 kg.

  • Die ganze Aktion hat eine halbe Stunde gedauert.


    Ich meinte eigentlich, wie lange der Reifendealer gebraucht hat, den Reifen zu besorgen und aufzuziehen... Ohne Ersatzrad hätte der Abschlepper Euch ja vor dessen Türe abgekippt und Ihr hättet dort campiert.

    Gruß,
    Bernd
    -------------------------------------------------------------------------
    Erfahrung ist das Einzige was bleibt, wenn alles andere weg ist.
    -------------------------------------------------------------------------

  • Die Beschaffung des Reifens hat in der französischen Pampa von Mittwoch nachmittag bis Freitag morgen gedauert.
    Da zunächst ein Conti (der oder ein Michelin war zunächst im Angebot) geliefert wurde, der nach Auskunft des Monteurs halt "mauvais", also warum auch immer "schlecht" war, konnten wir den Barum dann Freitag mittag bestellt, am Samstag um 11:00 Uhr montiert und gewuchtet in Empfang nehmen.


    Ein Beitrag früher ..... :pfeifen:

  • Ein Beitrag früher .....


    :oops::oops::oops: Wer lesen kann...

    Gruß,
    Bernd
    -------------------------------------------------------------------------
    Erfahrung ist das Einzige was bleibt, wenn alles andere weg ist.
    -------------------------------------------------------------------------

  • Hallo Peter,


    Was macht ihr für Sachen. Anscheinend ist der Biggesee als Ausgangspunkt
    nicht unbedingt geeignet.
    Wie gut das euch nichts passiert ist.

  • Oha shock:


    Schutzengel waren wohl die acht Lagen Gewebe (8PR) wenn ich das auf dem Bild richtig erkenne?! Diese verstärkten Reifen sind für mich immer noch die beste Wahl am Wohni.
    Warum da allerdings die Gummidecke so aufgeplatzt ist ......?


    Wie auch immer, stimmt nachdenklich. Bisher passt das Notrad vom Golf an den Wohni. Das reicht für die Rettung aus blöden Situationen, zum nächsten Parkplatz oder zur nächsten Werkstatt.
    Golf und damit das zufällig passende Rad könnten aber bald Geschichte sein ;-)


    Vollwertiges Ersatzrad am Wohni könnte mir auch gefallen. Platz wüsste ich schon. Nur das Gewicht muss ich noch irgendwo herholen :roll:




    Gruß Peter :wink:

  • Schutzengel waren wohl die acht Lagen Gewebe (8PR) wenn ich das auf dem Bild richtig erkenne?!

    So einer war's - den rechten habe ich ja noch :pfeifen:


    GT Radial MAXMILER X 185 R14 102/100 N 8PR


    Den Geschwindigkeitsindex N = 140 km/h haben wir auch nicht überschritten :devil: und es war sonnig, aber nicht heiß an dem Tag - im Schatten unter 20° C.
    Vor der nächsten Tour wird das Reifenarsenal durchrenoviert. Wollte ich eigentlich bis zum Frühjahr 2014 mal schlüren :oops:


    DOT 3407 für den verbliebenen GT legt ihm eh den Strick um den Hals für die 100 km/h.
    Die verwalkte Fernost-Gummigurke vom Reserverad wird ebenfalls entsorgt und durch den neuen "Fronkreisch-Barümm" ersetzt.

  • Wenn man sich das Schadensbild mal in Ruhe anschaut, könnte es sich doch um einen äußeren Einfluss auf die Reifengflanke handeln.
    Das Gummi zeigt die charakteristischen Spuren einer Bordsteinberührung und die Profilrippen sind an den Kanten beschädigt.


    Natürlich finden Kantenkontakte normalerweise an den Außenflanken der Reifen statt, aber es gibt da sicher auch noch andere Szenarien.


    Gruß Norbert